
Wir glauben an Werbung – rund um die Uhr, 7 Tage die Woche. Was nicht bedeuten soll, dass wir Tag und Nacht arbeiten. Vielmehr glauben wir, dass Werbung 24 Stunden am Tag ihre Wirkung zeigt. Nämlich immer dann, wenn unsere Zielgruppe gerade empfänglich dafür ist, und genau an den Orten und in den Situationen, wo die Botschaft relevant ist. Es geht darum, unsere Zielgruppe zu verstehen und ihre Gewohnheiten ganz genau zu kennen.
Was wir damit meinen? Wir möchten Ihnen gerne Cindy, Paul und Doro vorstellen:
Cindy ist eine lebhafte Schülerin, die ihre Freizeit gerne mit ihren Freundinnen verbringt – vor dem Computer, aber auch überall dort, wo Action angesagt ist. Wie fast alle Teenager hat sie oft den Eindruck, dass ihre Eltern auf einem anderen Planeten leben, obwohl sie doch mit ihnen unter einem Dach wohnt. Cindys Interessen beschränken sich auf einige wenige Dinge: Freundinnen, Jungs, Freundinnen, ihr Hobby, Freundinnen, Schule – gut, also die Schule nicht wirklich – Freundinnen, Jungs und so weiter. Sie sucht noch ihre eigene Identität und um diese zu finden, lässt sie sich inspirieren, von anderen coolen Mädchen oder den Stars, die sie so mag, und sie sucht Bestätigung bei ihren Freundinnen – und von den Jungs, natürlich!
Nachdem Cindy von ihrer Mutter am Morgen geweckt wurde, macht sie sich für die Schule fertig und frühstückt mit ihrer Familie. Sobald sie ihre Freundinnen an der Bushaltestelle trifft, wechselt sie vom „Stand-by-Modus“ direkt in den „Was-ich-dir-unbedingt-erzählen-muss…-Modus“. Das ist dann auch die Zeit, die Teenager-Magazine hervorzuholen und die süßen Dinge auszutauschen, die Cindy und ihre Freundinnen auf ihren Handys gespeichert haben.
In der Schule wird Cindy in der Pause zur Toilette gehen – oder auch während der langweiligen Geschichtsstunde. Dort wird sie vielleicht das Poster an der Toilettenwand sehen. Vielleicht nimmt sie auch einen der Flyer mit, die auf dem Weg dorthin ausliegen, um ihn ihren Freundinnen zu zeigen – oder den Jungs. Je nachdem, was auf dem Flyer steht.
Nach der Schule, und hoffentlich nachdem sie ihre Hausaufgaben gemacht hat, geht Cindy gerne online, um mit anderen zu chatten. Sie ist Mitglied einiger Online-Communities* und regelmäßige Besucherin von Girlie-Websites. Sie spielt genauso Online-Games, wie sie sich auf den Online-Klatschseiten über ihren Lieblingssänger oder -schauspieler informiert.
Das geht dann zumeist bis in die Abendstunden, bis ihre Mutter kommt und sie auffordert, das Licht auszumachen. Gute Nacht, Cindy!
Paul arbeitet bei einer Bank und lebt mitten in der Stadt. Er lebt allein, hat aber seit einem Jahr eine feste Freundin. Unter der Woche verlaufen seine Tage meistens nach dem gleichen Schema: pünktlich aufstehen, das Radio im Bad einschalten und duschen. Bei einem schnellen Frühstück im Stehen hört er mit halbem Ohr die Nachrichten und verlässt 45 Minuten später das Haus, um zur Arbeit zu fahren.
Während der Fahrt in seinem schicken Mittelklassewagen hört er laut die CD mit seinen Lieblingssongs.
Wie jeder Stadtmensch, der morgens zur Arbeit muss, steht er mit roten Ampeln auf Kriegsfuß. Und während er an der Ampel warten muss, schaut er aus dem Fenster und liest die vielen bunten Plakate am Straßenrand.
Pauls Arbeit erfordert seine volle Aufmerksamkeit und so isst er oft nur ein Sandwich am Schreibtisch oder geht mit seinem Kollegen ganz kurz was essen.
Nach der Arbeit trifft er sich mit seiner Freundin und einigen anderen Freunden im örtlichen Szenelokal. Dort diskutieren sie die aktuelle Politik oder erzählen sich Witze. Einer der Freunde hat sogar die Zeitung dabei, um den anderen einen interessanten Artikel zu zeigen, den er am Morgen gelesen hat. Gegen 23 Uhr nimmt Paul seine Freundin in den Arm und sie verabschieden sich vom Rest der Truppe. Sie haben etwas ganz Besonders vor: Die beiden wollen nämlich bald zusammenziehen und möchten noch durch die Wohnungsangebote im Internet surfen.
Und wenn sie eine schicke Wohnung gefunden haben, schreiben sie gleich eine E-Mail an den Vermieter. Müde, aber glücklich schaut Paul noch die Spätnachrichten im Fernsehen, bevor er seiner Freundin ins Bett folgt.
Doro ist Mutter dreier Kinder im Alter von 22, 20 und 16. Alle genießen noch den Service im „Hotel Mama“. Abgesehen von ihrer Beschäftigung als Chauffeur, Köchin und Putzfrau, arbeitet sie „nebenbei“ 3 Tage in der Woche, inklusive Samstag, bei einem Floristen. In ihrer Freizeit kümmert sie sich um den Garten, ein gepflegtes Ambiente im Haus und sie kocht gerne jenseits der üblichen Hausmannskost.
An den Tagen, an denen sie zu Hause ist, schaltet Doro das Radio ein, wenn sie morgens das Frühstück für die Familie vorbereitet, und hat es auch gerne während der Hausarbeit laufen.
Nachdem auch das letzte Familienmitglied das Haus verlassen hat, schaltet sie den Fernseher ein, um ihre Lieblingsserie zu sehen. Aber nicht, dass Doro das auch jedem gegenüber zugeben würde …
Dann startet sie in den Tag. Nach einem kurzen Mittagessen überfliegt sie die Post und studiert die Sonderangebote in den Angebotsblättchen. Interessante Coupons schneidet sie direkt für ihren nächsten Einkauf aus. Heute hat Doro ein an sie persönlich adressiertes Mailing erhalten, das sie auch gleich öffnet, weil es so einladend aussieht. Das hat sich gelohnt, denn dem Mailing liegen Coupons bei, die sie gleich in ihre Geldbörse steckt, um diese später beim Einkaufen einzulösen.
Zu Fuß geht sie zu den nahe gelegenen Geschäften. Im Supermarkt wird Doro von einer freundlichen Promotion-Dame angesprochen, die ihr auch gleich eine Produktprobe schenkt. Zielstrebig durchquert Doro nun die Regale, denn sie weiß ja genau, was sie alles braucht. Doch auf ihrer immer gleichen Route lockt Instore Advertising mit einem günstigen Angebot. „Hey, das klingt gut!“, denkt sich Doro und nimmt eine Packung davon – oder besser gleich zwei!
Alles ist vorbereitet, wenn die Familie nach Hause kommt. Nach dem Kochen und dem Abwasch erzählt jeder von seinem Tag – außer Doros Töchter im Teenager-Alter. Die müssen nach dem Essen nämlich gaaanz dringend an ihren Computer (siehe Cindy).
Dann sitzen Doro und ihr Mann auf der Couch vor dem Fernseher. Und morgen? Da geht Doro zur Arbeit. Dann sieht ihr Tag ganz anders aus …
